Schrecksekunde für eine Autofahrerin heute Vormittag: Ein Rehbock sprang ihr ins Fahrzeug. Gegen 08:30 Uhr fuhr eine Einheimische mit ihrem Pkw auf der Lechtalstraße Richtung Reutte, als ihr kurz vor der Johannesbrücke ein Rehbock vor das Auto sprang und sie diesen trotz Vollbremsung erfasste. Der Rehbock musste vom herbeigerufenen Jäger von seinen Leiden erlöst werden, die Frau wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus Reutte gebracht. Am PKW entstand erheblicher Sachschaden.
Wir haben Bezirksjägermeister Arnold Klotz zum Thema „Wildwechselunfallgefahr“ befragt:„Derzeit ist mit vermehrtem Wildwechsel zu rechnen. Der Grund liegt darin, das heuer noch extrem viel Schnee auf den Bergen liegt, deshalb kommt Reh- und Rotwild jetzt noch so weit herunter, um hier das bereits vorhandene Grünfutter zu äsen. Sie können sich noch nicht in die höheren Lagen zurückziehen.“Vor allem in der Abend- und Morgendämmerung ist also mit Wildwechsel auf jeden Fall zu rechnen, aber auch während des Tages ist es nicht ausgeschlossen; Unfälle mit Wildtieren sind jederzeit möglich. „Um die hundert Tiere sind jährlich im Bezirk Reutte durch Fahrzeugkontakt („Wildunfall“) zu beklagen“, so Klotz weiter „Und das ist eine sehr hohe Zahl“. Viele Tiere werden angefahren und verletzt, laufen aber davon und verenden meist jämmerlich. Nicht jedes angefahrene Stück Wild kann vom Jäger erlöst werden.
Deshalb appelliert er an alle Autofahrer, dass speziell in diesen Wochen vor allem in den Dämmerungsstunden auf entsprechende Fahrweise geachtet und nicht nur in den gekennzeichneten Wildwechselzonen, sondern überall und jederzeit mit Reh und Hirsch zu rechnen ist.


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