Pinswang: „BRAND AUS“ NACH 19 TAGEN DAUEREINSATZ (Mi. 30.03.2022)

Heute Nachmittag um 15:40 Uhr konnte Pinswangs Feuerwehrkommandant Angelo Schädle endlich die ersehnten Worte „Brand Aus“ verkünden! Der am 12 März gegen Mittag entstandene Wald- / Bergbrand oberhalb von Unterpinswang hielt tagelang hunderte Einsatzkräfte inklusive mehrerer Löschhubschrauber auf Trab. Innerhalb weniger Stunden breitete sich das Feuer auf rd. 45 Hektar Bergwald aus, brannte in der Nacht vom Samstag auf Sonntag (12. auf 13. März) sogar lichterloh.

Ab dem 4. Tag (Di. 15.3.) konnten die Löscharbeiten erstmals reduziert werden, die Hubschrauber und der größte Teil der Löschmannnschaften wurden abgezogen. Dennoch war täglich und vor allem in der Nacht die Brandwache der FF-Pinswang in Bereitschaft und beobachtete stets aufmerksam den Berg auf allfällige Glutnester. „Da geht vor allem auch ein großes Danke an unsere Dorfbevölkerung, sie unterstützte uns stets bei der Beobachtung des Berges und meldete sofort, wenn ein Glutnest zu sehen war“, so Kommandant Schädle zu pressefoto-reutte.

Eine ganze Woche war alles mit den Löscheinsätzen der kleinen aber weit verteilten Glutnester gut im Griff, bis am vergangenen Mittwoch (23. März) um die Mittagszeit eine Fläche von rd. 100 Quadratmeter erneut zu brennen begann, im Ort die Sirenen heulten und zusätzliche Feuerwehren alarmiert wurden. Die Glutnester hatten sich innerhalb kürzester Zeit bis zu einem halben Meter in den Boden gefressen und mußten mühsam per Hand aufgegraben werden, um Löschwasser hinzu bringen zu können. Dafür war erneut der Löschhubschrauber der Polizei im Einsatz, dazu der Flugdienst Reutte und die Feuerwehren aus Pinswang, Musau, Reutte, BF-Innsbruck sowie die Bergrettung und die „Feuerwehrdrohne“ aus Landeck. Nach etwa vier Stunden war dieser erneute Brand unter Kontrolle.

Am Samstag den 26. März kamen wiederum Glutnester mit bis zu 250 Grad zum Vorschein. Diesmal konnte mit dem Tanklöschfahrzeug und Schlauch der aufkommende Brand erfolgreich im Keim erstickt werden, da sich dieser im Bereich des Fahrweges befand. „Der Einsatz der Feuerwehr-Drohne war enorm hilfreich, da die eingebaute Wärmebildkamera genau anzeigte, wo besonders gefährliche Glutnester zu finden sind“, so Einsatzleiter Angelo Schädle, der heilfroh ist, heute endlich „Brand Aus“ geben zu können. „Ständig waren von unserer Feuerwehr rund 25 Mann im Einsatz. Heute nieselt es bereits am Berg und laut Wetterbericht wird es heute Nacht und die nächsten Tage zum regnen kommen.“

Für den Bezirk Reutte war dies der wohl größte Berg-/Waldbrand der Geschichte. Eine ähnlich lange Einsatzdauer am Stück gab es für die heimischen Feuerwehren höchstens bei den Hochwasserkatastrophen von 1999 und 2005. Die Brandursache ist auch weiterhin unklar, es wird aber von einer Fahrlässigkeit, entstanden wegen einer weggeworfenen Zigarette, ausgegangen.

(Weitere Berichte zum Brandgeschehen hier auf dieser Seite weiter unten stehend)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

Ihre eMail wird nicht veröffentlicht.