Der gestrige größere Waldbrand-Einsatz in Tannheim ist bedauerlicherweise der Nachwirkung eines Herz-Jesu-Feuers zu verdanken. Wie die Polizei Grän heute mitteilte, dürfte zurückbleibende Glut durch den Wind angefacht worden sein und somit zum Baum- bzw. Wurzelbrand geführt haben.
Hier der Polizeibericht (vielen Dank der PI Grän):
Am 27.06.2022 gegen 09:50 Uhr meldete ein Zeuge einen Waldbrand in Tannheim- Ortsteil Berg. Im Zuge eines Erkundungsfluges durch die Libelle konnte festgestellt werden, dass im betroffenen Waldstück ein Wurzelstock Feuer gefangen hat.
Aufgrund durchgeführter Erhebungen kann davon ausgegangen werden, dass sich der Waldbrand im Anschluss an die Herz-Jesu-Feuer entwickelt hat. Derzeitigen Erkenntnissen zufolge entzündeten zwei Männer (47 und 50 Jahre, österr. StA) im Zusammenhang mit den Herz-Jesu-Feuern einen kleinwüchsigen, abgestorbenen Fichtenbaum, eine sogenannte „Dürre“, und verweilten bis zum vollständigen Abbrennen des Baumes an der Brandstelle.
Eigenen Angaben zufolge räumten die beiden Männer den Brandherd noch sauber auf, ehe sie wieder ins Tal gingen. Begünstigt durch den Wind dürfte dann über Nacht ein noch vorhandenes Glutnest ein sogenanntes „Bodenfeuer“ im Waldboden entfacht haben, wobei eine Fläche von ca. 50 m² verbrannte.
Im Einsatz standen die Freiwillige Feuerwehr Grän mit 17, die Freiwillige Feuerwehr Tannheim mit 18, die Bergrettung Tannheim mit 4 sowie der Flugdienst der FFW Reutte mit 8 Einsatzkräften. Gegen 14:40 Uhr konnte schließlich Brand aus gegeben werden. Die beiden Männer werden wegen des Verdachts der fahrlässigen Herbeiführung einer Feuersbrunst der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt. (-Ende-) –
Bericht der FF-Grän:
Das schreiben die Zeitungen:
https://www.tt.com/artikel/30824138/herz-jesu-feuer-glutnest-sorgte-fuer-waldbrand-in-tannheim https://www.krone.at/2746032
Erst am Tag zuvor (Sonntag, 26.Juni) waren die Feuerwehren im Talkessel Reutte und der Polizeihubschrauber zu einer Waldbrandbekämpfung gerufen worden. Dieser Brand wurde durch Blitzschlag verursacht.
Hier der Bericht der FF-Wängle: https://www.facebook.com/ffwaengle/posts/pfbid02BTxdFcJ9UwNP5UEmSkbWxmqrU8oopMnvgHnsdsRLumqVZrUK4xrPX5ntwPjW9iDql
Und hier der Polizeibericht dazu (vielen Dank der PI Reutte):
Am 26.06.2022, gegen 10.20 Uhr bemerkten Wanderer im Bereich südlich der sogenannten „Schneid“, Gemeindegebiet Nesselwängle/Winkl, Rauchschwaden aus dem Wald aufsteigen. Im Zuge einer Nachschau konnten die Wanderer einen Glimmbrand feststellen. Einer der Wanderer, er ist Mitglied der Feuerwehr Lechaschau, konnte durch absägen von Ästen ein Ausbreiten des Glimmbrandes verhindern.
Durch die alarmierten Feuerwehren Wängle, Höfen und Reutte wurde der Polizeihubschrauber „Libelle“ zur Unterstützung nachbeordert. Während des Erkundungsflugs wurde eine Wasserleitung zur Betankung des Löschmittelbehälters vorbereitet. In weiterer Folge konnte der Glimmbrand durch mehrere Löschflüge gelöscht werden. Nach der Brandbekämpfung aus der Luft wurden mehrere Einsatzkräfte der Feuerwehr Wängle zum Brand geflogen und um 12.43 Uhr konnte „Brand aus“ gemeldet werden.
Als Brandursache wird ein „punktueller Brand“, der sich in die Wurzeln ausgebreitet hatte, aufgrund eines Blitzschlages angenommen. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit unbekannt.
Im Einsatz standen: FFW Wängle mit 20 Einsatzkräften und 3 Fahrzeugen, FFW Höfen mit 18 Einsatzkräften und 3 Fahrzeugen, FFW Reutte mit 5 Einsatzkräften und 3 Fahrzeugen, die Besatzung des Polizeihubschraubers „Libelle Tirol“ sowie eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Reutte. (-Ende-)
Das schreiben die Zeitungen:
https://www.krone.at/2744367, https://www.tt.com/artikel/30824060/wanderer-entdeckte-zufaellig-waldbrand-in-nesselwaengle-mehrere-loeschfluege-noetig
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